Impfung und Risikogruppen

Aktuell gelten in der Schweiz ältere Personen, schwangere Frauen und Personen mit gewissen chronischen Krankheiten als besonders gefährdete Personen. Seit Mitte März 2021 gehören auch Menschen mit Trisomie 21 dazu.

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    Wo können Sie sich impfen lassen?

    Wer kann sich impfen lassen?

    Man sagt der Corona-Impfung meistens: Covid-19-Impfung.

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Mehrere Impfdosen gegen COVID-19 nebeneinander aufgereiht.
Personen mit Trisomie 21 können sich prioritär impfen lassen.

Gehören Sie zur Risikogruppe?

Seit Mitte März gelten auch Menschen mit Trisomie 21 als besonders gefährdete Personen. Damit reagiert der Bund auf eine Forderung von insieme Schweiz, welche eine Anpassung der Gruppe der besonders gefährdeten Personen gefordert hat.

Denn es deuten mehrere Studien darauf hin, dass auch Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung zu den besonders gefährdeten Personen gehören könnten:

  • Diese Studie aus England zeigt ein erhöhtes Risiko für Menschen mit Down Syndrom ab 40 Jahren.
    Weitere Informationen (englisch)
  • Die französische Studie, die am 9. Februar 2021 von EPI-PHARE veröffentlicht wurde, zeigt, dass das Alter der Hauptfaktor eines erhöhten Risikos ist, aber das neben Menschen mit Trisomie 21 auch Personen mit einer anderen kognitiven Beeinträchtigung ein (stark) erhöhtes Risiko haben, aufgrund einer COVIE-Erkrankung hospitalisiert zu werden oder zu sterben
    Weitere Informationen (französisch)
  • Eine im Oktober 2021 veröffentlichte Studie zeigt, dass Menschen unter 18 Jahren mit Trisomie 21 bei einer Infektion mit COVID-19 ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Krankheit haben.
    Weitere Informationen (englisch) 

insieme begrüsst den Entscheid, Menschen mit Trisomie 21 auf die Liste der besonders gefährdeten Personen zu nehmen. Das geschah in einige Länder wie Großbritannien und Frankreich bereits früher. insieme setzt sich weiterhin ein, dass sich alle Personen mit einer kognitiven Beeinträchtigung so schnell wie möglich impfen lassen können.

Von Person zu Person unterschiedlich

Trotz den Resultaten insbesondere der französischen Studie kann keine generelle Aussage über die Gefährdung einer einzelnen Person gemacht werden. Viele Faktoren müssen berücksichtigt werden, wie die Art der Behinderung, das Alter der Person, ihre Krankengeschichte und mögliche Erkrankungen. Bei Zweifeln an der Situation der Person oder eines Angehörigen ist der beste Ansprechpartner der behandelnde Arzt. Bei der Entscheidung über Schutzmaßnahmen müssen auch die gesundheitlichen Risiken einer zu starken Isolierung berücksichtigt werden.

Auffrischimpfung

Eine Auffrischimpfung ist ab 4 Monaten nach einer vollständigen Impfung für alle Personen ab 16 Jahren möglich. Sie wird empfohlen für besonders gefährdete Personen. Hierzu gehören Erwachsene mit Trisomie 21.

Weitere Informationen

Impfung für Kinder

Aktuell können sich alle Personen ab 5 Jahren impfen lassen. Die Impfung wird bei Kindern (5-11 Jahre) und Jugendlichen (12-15 Jahre), die «wegen einer chronischen (inkl. psychischen) Erkrankung bereits stark beeinträchtigt sind», besonders empfohlen. Hierzu gehören auch Kinder und Jugendliche mit Trisomie 21. Ausserdem wird die Impfung für Personen zwischen 12 und 15 Jahren, die in einer Institution wohnen, besonders empfohlen, dies wegen des Ausbruchsrisikos.

Weitere Informationen

So meldet man sich zum Impfen an

Das Anmeldeverfahren ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Auf der folgenden Seite finden Sie Informationen darüber, ob und wo Sie Ihre Impfung (Grundimmunisierung) erhalten können:

Impf-check.ch

 

Wer entscheidet?

Die Konferenz für Kinder- und Erwachsenenschutz KOKES hat Empfehlungen zur Entscheidfindung, insbesondere für urteilsunfähige Personen, veröffentlicht. Die Empfehlungen finden sich hier.
Covid-19 Impfung