Verhütung und Sterilisation

Es gibt verschiedene Methoden der Verhütung, jede hat Vor- und Nachteile. Ein kurzer Überblick.

Das Kind wächst heran, der Sohn wird langsam zum Mann, die Tochter zur Frau und es stellt sich die Frage nach der Verhütung. Vor allem bei Mädchen, denn es ist unumstritten, dass Verhütung immer noch hauptsächlich Sache der Frau ist. Die meisten Verhütungsmittel sind für Frauen konzipiert, sie ist es auch, die schwanger wird.

Zuerst sollte man sich allerdings die Frage stellen, ob überhaupt ein Risiko besteht, dass die junge Frau schwanger wird. Besteht kein Schwangerschaftsrisiko – sei es, weil die betroffene Person gar nicht fortpflanzungsfähig ist, sei es, weil sie keine sexuelle Beziehung pflegt – erübrigt sich die Frage nach einem Verhütungsmittel.

Besteht jedoch die Möglichkeit, dass die junge Frau oder der junge Mann eine sexuelle Beziehung eingehen könnte, wird die Suche nach der richtigen Verhütung unumgänglich. In Frage kommen viele, alle haben Vor- und Nachteile.

Nachstehend finden Sie eine Liste der heute erhältlichen Verhütungsmittel. Wir empfehlen Ihnen jedoch dringend, einen Spezialisten oder eine Spezialistin aufzusuchen (Hausarzt, Gynäkologin, Sexualpädagoge).

Verhütungsmittel

Hormonelle Verhütungsmittel

  • Pille (Antibabypille)
  • Hormonimplantat (Hormonstäbchen)
  • IUS – Hormon abgebendes Intrauterin-System
  • Progesteronspritze
  • Verhütungsring
  • Verhütungspflaster
  • Spermizid

Hormonfreie Verhütungsmittel

  • Kondom
  • Kondom für die Frau
  • Diaphragma (Scheidenpessar) und Portiokappe
  • Spirale (Intrauterinpessar)

Sterilisation – die definitive Lösung

Die Methode wurde lange Zeit angewendet, denn sie ist sicher und scheint auf den ersten Blick einfach (ein einziger Eingriff, endgültig). Die Sterilisation wirft jedoch schwerwiegende ethische Fragen auf, stellt sie doch einen tiefgreifenden Eingriff in die körperliche Integrität des betroffenen Menschen dar. Sie ist definitiv und nicht mehr rückgängig zu machen. Das Gesetz erlaubt die Sterilisation deshalb bei Menschen mit einer geistigen Behinderung nur in Ausnahmefällen und unter ganz bestimmten, gesetzlich festgelegten Voraussetzungen und ausschliesslich als letzter Ausweg.

Methode

  • Bei der Sterilisation der Frau werden beide Eileiter verschlossen. Der Eingriff wird unter Vollnarkose durchgeführt. Die Sterilisation wird als endgültige Methode der Verhütung bezeichnet und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.
  • Bei der Sterilisation des Mannes (Vasektomie) werden die beiden Samenleiter durchtrennt und die Enden verschlossen. Der Eingriff wird unter Lokalanästhesie durchgeführt. Nach der Operation merkt der Mann keinen Unterschied, Ejakulation und sexuelles Empfinden bleiben gleich. Auch die Vasektomie ist nicht mehr rückgängig zu machen und muss deshalb gut überlegt und mit den betroffenen Menschen erörtert werden.

 

Zum Lesen

insieme Leitsätze zur Sterilisation

Sexualität bei Menschen mit geistiger Behinderung und die Frage der Sterilisation

Sterilisationsgesetz

Sterilisation im Gesetz

Zusammenfassung der wichtigen Punkte des Gesetzes.

Schwangerschaftsabbruch im Gesetz

Eine Zusammenfassung der wichtigen Punkte des Gesetzes.

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