Arbeitswelt

Ob in einer Institution oder im ersten Arbeitsmarkt – die meisten Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung arbeiten gern und identifizieren sich stark mit ihrer Arbeit. Sie sind angewiesen auf passgenaue Anforderungsprofile, konstante Betreuung und die Akzeptanz von Mitarbeiter*innen, Kund*innen und Vorgesetzten.

Ein Mann zieht den Kupferdraht aus der Kunststoffhülle eines Elektrokabels.
Viele Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung arbeiten an einem geschützten Arbeitsplatz.

Arbeit in einer Institution

Viele Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung arbeiten in einer Institution an einem geschützten Arbeitsplatz. «Geschützt» heisst, dass die Anforderungen an Leistung und Produktivität geringer sind als im ersten Arbeitsmarkt. Die Löhne sind tiefer und reichen nicht zum Leben. Die Arbeitnehmer*innen erhalten deshalb zur Existenzsicherung weiterhin eine Voll- oder Teilrente der IV. Dieses Modell heisst „Integration mit Rente“.

Der Branchenverband INSOS hat Empfehlungen zu Mitwirkung und Löhnen in Unternehmen der beruflichen Integration ausgearbeitet.

Arbeitsverhältnisse funktionieren nicht immer harmonisch. Bei auftretenden Problemen lohnt es sich, möglichst früh Hilfe beim Job Coach, bei Beratungsstellen oder bei der kantonalen IV-Stelle einzufordern.

Ein junger Mann lächelt und präsentiert einen Flammkuchen.
Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung sind auf Nischenarbeitsplätze mit einfachen Tätigkeiten angewiesen.

Arbeiten im ersten Arbeitsmarkt

Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung sind in ihrer Arbeitsleistung eingeschränkt. Sie sind auf Nischenarbeitsplätze mit einfachen Tätigkeiten angewiesen, um im ersten Arbeitsmarkt tätig sein zu können. Diese Arbeitsplätze sind in der Schweizer Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten grösstenteils verschwunden. In manchen Branchen wie in der Landwirtschaft, im Gastgewerbe, in der Hauswirtschaft oder in der Verwaltung gibt es sie aber nach wie vor.

Die Erfahrung zeigt: Massgeschneiderte Jobs, die einfache Arbeitsabläufe bündeln, können für ein Unternehmen interessant und gewinnbringend sein. Wichtig ist ein individuelles Aufgabenprofil, konstante Betreuung und der Rückhalt im Team. Auch Personalverleih ist ein Modell, das Arbeitnehmer*innen mit kognitiver Beeinträchtigung und Arbeitgeber*innen zusammenbringen kann.

Für insieme ist klar: Der erste Arbeitsmarkt muss für alle zugänglich sein. Auch Personen, die weiterhin eine IV-Rente beziehen, müssen eine Chance auf Integration haben.

Vermittlung, Stellensuche & Integrationsangebote

Profil – Arbeit & Handicap :
Individuelle Abklärung, Beratung und Begleitung in der ganzen Deutschschweiz.

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Stiftung IPT : 
Spezialisiert auf Wiedereingliederung von Menschen mit körperlicher, psychischer oder geistiger Behinderung in verschiedenen Regionen.

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Supported Employment : 
Supported Employment („Unterstützte Anstellung“) hat zum Ziel, Menschen mit Behinderungen im ersten Arbeitsmarkt zu unterstützen.

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Stiftung Punt : 
Stellenvermittlung für Menschen mit Behinderung im Aargau.

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AuftragArbeit : 
Übersicht der Produktionsbetriebe für Menschen mit Beeinträchtigung im Kanton Zürich.

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Wintegra : 
Kostenlose Abklärung, Vermittlung und Begleitung von Stellensuchenden und Arbeitgeber*innen in der Region Winterthur.

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mitschaffe.ch : 
Personalvermittlungsfirma für Menschen mit einer geistigen und/oder körperlichen Behinderung in der Region Schaffhausen.

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Kantonale IV-Stellen : 
Arbeitsvermittlung und Job Coaching der kantonalen IV-Stellen.

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